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Im Ayurveda – der alten indischen Gesundheitslehre |
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stehen Ernährung, Gesundheit und Schönheit immer in einer wechselseitigen Wirkung. Welche Nahrungsmittel wir auswählen und einkaufen, unter welchen Umständen wir sie erweben, wie wir sie zubereiten, unter welchen Bedingungen wir sie verzehren und in welcher emotionalen und mentalen Verfassung wir dabei sind, all das beeinflusst unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und auch unser Aussehen. Ayurvedische Kost im Alltag – dafür muss allerdings jeder selbst sorgen. Denn es gibt viel zu wenige Restaurants, die uns die reichhaltigen und wichtigen Erkenntnisse der ayurvedischen Küche präsentieren könnten. Der Besuch eines herkömmlichen, bürgerlichen Restaurants bestätigt fast immer die dumpfe Erkenntnis: es gibt Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch. Dazu Berge von Kohlenhydrate in Form von Spätzle und Pommes. Soße dazu und unter Umständen noch ein paar welke Salatblätter. Das Ganze dann mehr oder weniger versalzen. Natürlich gibt es auch edlere Lokale, aber nach einer ausgewogenen, gesunden, schmackhaften und weniger fleischorientierten Küche sucht man oft vergeblich. Lecker zubereitete, frische Gemüse, feine Gewürze und Gerichte, die dem persönlichen Typ entsprechen gibt es leider nicht außerhalb der eigenen vier Wände in erreichbarer Nähe. Deshalb mein Tipp: weihen Sie sich selbst in die ayurvedischen Genüsse für Gesundheit und Schönheit ein. Die ayurvedische Empfehlung lautet: Ernährung ist immer individuell und hängt von vielen Faktoren ab. Eine zentrale Rolle spielt hierbei der naturgegebene Konstitutionstyp. Nach Auffassung des Ayurveda bestimmen die energetischen Kräfte Vata, Pitta und Kapha die individuelle Natur des Menschen. Diese drei energetischen Kräfte werden auch Doshas genannt. Lebt der Mensch überwiegend im Einklang mit seinen energetischen Kräften, die oftmals auch eine Mischung aus Vata-, Pitta- und Kapha-Anteilen ist, dann bleibt er in Balance. Gesundheit und Schönheit können miteinander harmonieren, und die Ernährung trägt dazu bei, sich wohl zu fühlen und seine innere Ausstrahlung nach außen zu bringen.
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Vata - Menschen |
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Wer überwiegend Vata-Anteile besitzt, der ist ein bewegungsfreudiger Mensch mit einem leichten Körperbau, einer unregelmäßigen Verdauung und einer Abneigung gegen kaltes und windiges Wetter. Vata-Menschen neigen zu Verstopfung, sind oftmals sehr schlanke Menschen, die sich viele Sorgen machen und dennoch sehr lebendig wirken, geistig flexibel sind und eine schnelle Auffassungsgabe besitzen. Ihre Haut ist trocken, ihr Schlaf ist leicht und ihr Feingefühl beherrscht ihre Tätigkeiten, auch wenn diese sprunghaft sind. Für Vata-Menschen eignen sich warme und wohlschmeckende Speisen. Süßes, Saures und Salziges sollte bevorzugt werden. Ebenso vertragen Vata-Menschen schwere, reichhaltige und ölige Speisen. Kleine bis mittlere Mahlzeiten sollte alle vier bis fünf Stunden erfolgen. Zu kaltes, trockenes und leichtes Essen, sowie unregelmäßige Mahlzeiten sollten vermieden werden. Ebenso Bitteres, Herbes und Scharfes. Empfehlenswerte Nahrungsmittel für ausgesprochene Vata-Typen sind Getreidesorten, Milchprodukte, reife Früchte und gekochte Gemüse.
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Pitta - Menschen |
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Der Mensch, der überwiegend Pitta-Anteile besitzt hat einen mittelschweren Körperbau und kann Hitze gar nicht leiden. Er ist selbst ein feuriger und leidenschaftlicher Typ, der Führungsqualitäten besitzt, stets stark hungrig ist und eine gute Verdauung hat. Mahlzeiten kann er nur schwer ausfallen lassen. Er ist ein guter Redner, gut organisiert und geht die Dinge mit einer mittleren Geschwindigkeit an. Pitta-Menschen sollten überwiegend kalte und kühle Speisen zu sich nehmen. Süßes, Bitteres und Herbes ist zu bevorzugen. Ölige, gehaltvolle Mahlzeiten in mäßigen Mengen, sowie Salate, tun Pitta-Menschen gut. Gemieden werden sollten die Geschmacksrichtungen Scharf, Sauer und Salzig. Ebenso sind übersäuernde Nahrungsmittel ungesund. Weizen, Gerste, gekochte Gemüse, Milch und süße Früchte gehören auf den Speiseplan.
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Kapha - Menschen |
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Menschen, die überwiegend von der Kapha-Energie geprägt sind haben einen schweren und stabilen Körperbau und eine langsame Verdauung. Sie sind ruhige und beständige Persönlichkeiten die Stärke und Ausdauer ausstrahlen. So schnell bringt sie nichts aus der Ruhe. Dafür besitzen sie eine langsame Auffassungsgabe und gehen die Dinge methodisch langsam an. Sie haben ein gutes Langzeitgedächtnis und mögen warmes Wetter. Kapha-Menschen brauchen warme Speisen, um sich wohl und gesund zu fühlen. Scharfes, Bitteres und Herbes sollte bevorzugt werden. Dazu leichte und trockene Mahlzeiten mit Rettich, Reis, Gerste, Mais und Hirse. Auch Salate sind in Ordnung. Kalte, schwere, ölige und reichhaltige Gerichte sollten stattdessen gemieden werden, sowie Saures, Süßes und Salziges. Kapha-Menschen brauchen warme Speisen, um sich wohl und gesund zu fühlen. Scharfes, Bitteres und Herbes sollte bevorzugt werden. Dazu leichte und trockene Mahlzeiten mit Rettich, Reis, Gerste, Mais und Hirse. Auch Salate sind in Ordnung. Kalte, schwere, ölige und reichhaltige Gerichte sollten stattdessen gemieden werden, sowie Saures, Süßes und Salziges.
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gemischte Energiemerkmale |
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Die meisten Menschen weisen gemischte Energiemerkmale aus Vata, Pitta und Kapha auf, dennoch herrscht ein Konstitutions-Einergie-Typus vor. Entsprechend des überwiegend vorherrschenden Konstitutionstyps sollte dann auch die Ernährung ausfallen. Die ayurvedische Lehre geht aber nicht nur auf den Konstitutionstyp ein. Ihr ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, die möglichst alle Geschmacksrichtungen berücksichtigt. Das bedeutet, dass jede Mahlzeit alle Geschmäcker in sich vereinen oder bereit halten sollte. Sechs Geschmacksrichtungen werden unterschieden. Sie werden Rasas genannt und sind süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Alles Süße regt die Bauchspeicheldrüse an, alles Saure regt die Magensäure an, alles Salzige wirkt appetitanregend, alles Scharfe regt den Stoffwechsel an, alles Bittere wirkt reinigend und stimuliert Leber und Galle, alles Herbe wirkt zusammenziehend, belebend und schleimhautberuhigend. Ist es nicht möglich, dass eine Mahlzeit alle sechs Geschmacksrichtungen abdeckt, so sollten die Rasas über den Tag verteilt mit der Nahrung aufgenommen werden. Um sich nach der ayurvedischen Lehre zu ernähren, muss man kein Vegetarier sein, doch sollte der Fleischkonsum einschränkt werden. Der Genuss und die Auswahl von frischen und guten Lebensmitteln stehen hierbei im Vordergrund. Frisches und vollwertiges Essen aus natürlichen Produkten, möglichst unbehandelt und ohne chemische Zusatzstoffe, Konservierungs- und Farbstoffe wird als sattvisch bezeichnet. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Art und Weise, wie die Nahrung im Körper verwertet wird. Agni, das Verdauungsfeuer, sollte optimal zum Einsatz kommen, so dass der Stoffwechsel die Nahrung verwerten kann und jede Zelle von den Nährstoffen profitiert. Dabei sollen möglichst wenig Schlacken oder Stoffwechselabfallprodukte, die im Ayurveda Ama genannt werden, entstehen. Zu viel Ama im Körper führt zu unreiner Haut schlechtem Aussehen, Erschöpfung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
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Der Schlüssel zu einer optimalen Verdauung |
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ist die Anregung des Verdauungsfeuers, Agni. Um Agni zu stärken wird zum Beispiel empfohlen, regelmäßig Kräutertees auf Ingwerbasis zu trinken. Auch das Trinken von heißem, abgekochtem Wasser über den ganzen Tag verteilt, unterstützt den Stoffwechsel. Ein besonderer Gewürztrunk wird aus einer frischen Ingwer zubereitet. Dazu wird ein etwa sieben Zentimeter langes Ingwer-Wurzelstück geraspelt und mit der Knoblauchpresse ausgedrückt. Der so entstandene Saft wird mit einem Teelöffel Zitrone, Honig und einer Prise Salz gemischt. Die Essenz wird zusammen mit frischem Obstsaft getrunken und ist vor einer Mahlzeit besonders empfehlenswert.
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