Praxis

Traditionelle chinesische Medizin
 
Der Fluss des Qi in Bewegung bringen!

eine Philosopie, die sich in China bereits vor über füntausend Jahren als Volksmedizin entwickelt hat und
sich bis Heute weiter Vervollständigt. Durch Beobachtungen und Intuition wurden therapeutische Erfahrungen erprobt und immer wieder korrigiert und differenziert. Die ersten schriftlichen Unterlagen beruhen auf Aufzeichnungen zwischen dem gelben Kaiser Huang Ti und seinen Hofärzten. Dieses medizinische Werk mit dem Titel "Nei Jing" wird heute noch als Lehrbuch der inneren Medizin eingesetzt.
Alle Organe werden als Körper-Seele-Geist-Einheit gesehen. Jedes Organ ist Teil der Gesamtpersönlichkeit und in seiner Wechselwirkung mit anderen Organen von höchster Wichtigkeit für Fühlen, Denken und Handeln!

Yin & Yang

Harmonisierung von Yin & Yang, das allgemein bekannte Symbol von Yin & Yang stellt das universelle Gesetz des ewigen Wandels dar. Aus Yin & Yang wiederum werden die fünf Elemente geboren. In unserem Körper finden wir die Sonnenseite Yang an der Außenseite der Extremitäten, der Rücken und Kopf. Die Innenseite der Extremitäten, die Brust und der Bauch gehören zur Schattenseite Yin. Alle Organe sind Ausdruck der fünf Elementarkräfte und ihres ständigen Wechselspiels. Die Lehre der Elemente, unter der man die Gesetzmäßigkeiten der Natur versteht, gibt es in fast allen Kulturen.

Jing Luo 经络 (Meridiane)

Luo bedeutet "netzartige Verbindung", das im Inneren des menschlichen Körpers befindliche Blutgefäßsystem, also Arterien, Venen, Lymphgefäße, Gefäßnerven, vegetative und sensible Nerven. In der TCM wird jedem Organ ein Gefäßnervenstrang (Meridian) zugeordnet. Durch die Jing Luo fließt Qi, dies kann als eine Funktion angesehen werden! Ein Ungleichgewicht von Qi z.B. "zu wenig" (oder Leere) erzeugt eine Hypofunktion, ein zuviel (oder Fülle) eine Hyperfunktion. In Verbindung mit einem Organ, z.B. dem Magen, bedeutet ein "zu wenig" Sekretmangel, ein "zu viel" könnte eine Kolik sein! Da die netzartigen Verbindungen an vielen Stellen knapp unter der Körperoberfläche verlaufen, werden sie in der TCM dazu verwendet, auf die inneren Organe einzuwirken und Fülle- oder Leerezustände ins Gleichgewicht zu bringen.

Akupunktur zhēncì 针刺 (Ohr & Körper)

Das Prinzip der Akupunktur beruht auf dem Wissen vom Fluss des Qi. Durch gezielte Aktivierung mit feinen Nadeln an Akupunkturpunkten wird der Fluss im gewünschten Bereich wieder verbessert. So kann über die Körperoberfläche (Biao) das Körperinnere (Li) erreicht werden. Aufgrund von äußeren und/oder inneren Pathogenen Faktoren verbessert oder verschlechtert sich die natürliche Abwehrkraft. Pathogene Faktoren können sein: Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Wind oder Trockenheit. Die inneren Organe (Zang) und das gesamte System können aus der Balance geraten. 

Injektionstherapie

Die Injektion wird mittels einer Hohlnadel (Kanüle), einer Spritze und einem flüssigem Medikament verabreicht. Der Einstich in die Haut ist nur minimal spürbar. Hier können je nach Beschwerdebild Akupunkturpunkte oder auch direkt Schmerzpunkte (Triggerpoints) zum Einsatz kommen.
Der Anwendungsbereich dieser Therapie ist sehr vielfältig und groß. Gerne können Sie mich für eine individuelle Beratung kontaktieren.
 
Chinesische Arzneimitteltherapie (zhōngyàocái 中药材)
 
Die Anwendung von chinesischen Kräutern ist besonders bei chronischen Erkrankungen das wichtigste Therapieverfahren der Chinesischen Medizin. Im Gegensatz zur Akupunktur lassen sich hier auch energetische Mangelzustände behandeln. Auf Wunsch wird eine angepasste und individuell zusammengestellte Rezeptur erstellt. Diese wird als Granulat oder in Tablettenform in einer ausgewählten Apotheke bestellt und direkt an den Patienten geliefert.

Schröpfen

Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren bei dem auf einem begrenzten Hautareal ein Unterdruck aufgebracht wird. Geschröpft wird direkt auf den muskulären Verhärtungen. Energetisch betrachtet wirkt das Schröpfen erwärmend, verbessert den freien Fluss der Lebensenergie. Durch das Schröpfen werden Kälte und Feuchtigkeit vom Körper ausgeleitet.

GuaSha

bedeutet Schaben, während mit Sha die Hautreaktion, die durch das schaben hervorgerufen wird, bezeichnet wird. Durch Stress, falsche Ernährung, Umweltverschmutzung, Medikamente usw. wird das Bindegewebe sehr stark beeinflusst. Muskeln versäuern und Gelenke können sich entzünden. Die auftretenden Beschwerden verursachen Schmerzen. Diese Form der Massage beruht auf dem Prinzip, dass das Körperinnere mit dem Körperäußeren (Yin und Yang) verbunden ist. Krankmachende Faktoren sollen so nach außen geleitet werden. Die eingeölte Haut wird mit einem speziellen Schaber gereizt. Die Durchblutung wird gefördert, der Stoffwechsel angeregt, das Gewebe mit Sauerstoff besser versorgt, die Verspannungen gelöst und über die geöffneten Hautporen wird das Bindegewebe entgiftet.

Moxibustion jiǔ 灸 (Artemisia vulgaris)

Bei der Moxibustion werden kleine Mengen von getrockneten, feinen Beifußfasern (Moxa) auf oder über bestimmten, auf den Meridianen liegenden Akupunkturpunkten abgebrannt. Der Beifuß (Artemisia vulgaris) gilt in Ost und West seit alters her als Heil- und Gewürzpflanze. Die im Frühjahr gesammelten Blätter werden getrocknet, gereinigt, zerrieben und zu einer feinen, leichten Watte aufbereitet. Der traditionellen chinesischen Medizin zufolge wirkt die Hitzeeinwirkung der verglimmenden Moxa auf das Meridiansystem ein. Die Moxa enthält unter anderem ätherische Öle, darunter Cineol und Thujaöl, außerdem Cholin, Harze und Tannin. Der Energiefluss wird anregt und wirkt gegen so genannte „Kalte“ und "Leere" Zustände.

 

Kinesio Taping

Die Anwendung der kinetischen Tapes ist eine Therapiemethode, die ähnlich der Akupressur oder Akupunktur einen Effekt auf bestimmte Rezeptoren hat. Durch das Taping wird der Raum zwischen Haut und Muskel vergrößert und die in der Haut befindlichen Rezeptoren durch die Bewegung aktiviert. Das Tape wird auf die trockene, haararme und fettfreie Haut angebracht und kann dort für einige Tage bleiben.

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